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Diese älteste mitteleuropäische Zeitschrift dieser Thematik informiert über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse durch Originalarbeiten und Tutorials, Nachrichten, Reportagen, Interviews, Kommentare, Rezensionen, Personalia und Veranstaltungshinweise, kurzum: In der »Zeitschrift für Audiologie« steht alles Wissenswerte aus diesem und den benachbarten Fachbereichen wie der Pädaudiologie, Logopädie, HNO-Heilkunde, Hörakustik, Audiometrie, Hörgeschädigtenpädagogik etc. Darüber hinaus verbreitet die Zeitschrift die Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Audiologie.

 

Dem internationalen Charakter entsprechend, erscheinen die Originalarbeiten und Tutorials in der »Zeitschrift für Audiologie« optional in englischer Sprache (mit deutscher Kurzfassung) oder deutschsprachig (mit Summaries in Englisch). Die Tabellen- und Bildlegenden sind stets zweisprachig.

 

Für die Qualität des redaktionellen Inhalts bürgt ein Expertenteam der verschiedenen Fakultäten aus dem In- und Ausland.

 

Die Online-Plattform ist das Zentralarchiv aller wissenschaftlichen Beiträge der Fachzeitschrift und steht allen DGA-Mitgliedern und Abonnenten kostenlos im geschlossenen Bereich zur Verfügung. 

 
Audiological Acoustics | Aus der aktuellen Zeitschrift für Audiologie
Z Audiol 2022; 61 (3) 94–101 – Schwarz/Frenz/Bockelmann/Husstedt

Untersuchung einer synthetischen Stimme für den Freiburger Einsilbertest

 

Examination of a synthetic voice for the Freiburg Monosyllabic Speech Test

 

Thomas Schwarz1, Marlitt Frenz1, Alina Bockelmann1, Hendrik Husstedt1  
1Deutsches Hörgeräte Institut GmbH

 

Zusammenfassung: Der Freiburger Sprachtest ist der im deutschsprachigen Raum am häufigsten verwendete Sprachtest. Die Aufnahmen der Testwörter stammen aus dem Jahr 1969 und Sprachverständlichkeitsbezugskurven für Messungen mit dem Freiburger Einsilbertest (FET) in Ruhe sind in der DIN 45621-1 definiert. Im Rahmen dieser Arbeit wurden mittels synthetischer Stimme einsilbige Testwörter erzeugt und mit dem originalen Sprachmaterial im Hinblick auf die Sprachverständlichkeit in Ruhe verglichen. Dafür wurde das synthetische Sprachmaterial des FET über ein kommerzielles Text-to-Speech(TTS)-System erzeugt. Die Entwicklung eines Sprachtests mit synthetischer Stimme findet vor dem Hintergrund statt, eine langfristige Lösung für einen um Sprachbestandteile austauschbaren und erweiterbaren Sprachtest zu finden. So ließen sich kosten- und zeitaufwendige Neuaufnahmen vermeiden und es bestände die Möglichkeit einer stetigen Weiterentwicklung des Sprachtests. Auf Grundlage einer Probandenmessung mit 40 normalhörenden Probanden wurden psychometrische Funktionen für den FET mit originalem und synthetischem Testmaterial und Sprachverständlichkeitswerte für die Einzelwörter und Listen ermittelt. Bei der Probandenmessung wurde der FET im Freifeld in Ruhe in einer geeigneten Messkabine durchgeführt. Der Vergleich zwischen ermittelten psychometrischen Funktionen des FET mit originaler und synthetischer Stimme für den gesamten Test zeigt weder im mittleren SRT noch in der mittleren Steigung einen signifikanten Unterschied. Bei der Untersuchung zum Einzelwortverstehen gibt es einzelne Wörter, die durch die Erzeugung vom TTS-System im Vergleich mit den originalen Aufnahmen schlechter von den Probanden verstanden wurden. Beim Anhören dieser Wörter fällt eine durch das Synthesesystem erzeugte Unnatürlichkeit in der Aussprache auf, die auf unterschiedliche Ursachen zurückgeführt werden kann. Für die Zukunft wäre nach den Ergebnissen dieser Studie die Erstellung und Durchführung eines mit synthetischer Stimme erstellten FET mit einer angepassten Synthesestimme sinnvoll möglich.

 

Stichwörter: Freiburger Einsilbertest, synthetische Stimme, Sprachverständlichkeit, psychometrische Funktion

 

Abstract: The Freiburg Speech Test is a commonly used speech test in German-speaking countries. The test corpus was recorded in 1969 and reference curves for performing the Freiburg monosyllabic speech test (FET) in quiet are defined in DIN 45621-1. In the context of this work, test words generated by a synthetic voice are compared with the original speech material with regard to speech intelligibility in quiet. For this purpose, the synthetic speech material was generated by using a commercial text-to-speech system (TTS). The motivation for using a synthetic voice is that an update or extension of the speech material with the same voice is also possible in future. In addition, this would avoid costly and time-consuming new recordings. On the basis of measurements with 40 normal-hearing subjects, psychometric functions for the FET with the original and synthetic test material and speech intelligibility values for the single words and lists were determined. The test was performed in free field in quiet in an appropriate audiological test room. When comparing the determined psychometric functions of the FET in the original-voice-condition with the FET in the synthetic-voice-condition, there is no significant difference in the mean SRT or the mean slope. Looking at the single-word comprehension, there are isolated words that were understood significantly worse by the test subjects due to the generation of the TTS system compared to the original recordings. When listening to these words in synthetic condition, an unnaturalness in pronunciation is noticeable, which can be attributed to different reasons. The results of this study show, that the creation and use of the FET with a synthetic voice seems to be feasible and reasonable.

 

Keywords: Freiburg monosyllabic speech test, synthetic voice, speech intelligibility, psychometric function

 

Online-Erstveröffentlichung in GMS Z Audiol (Audiol Acoust) 2022;4:Doc04. DOI: 10.3205/zaud000022

 
Z Audiol 2022; 61 (3) 102–105 – Dlugaiczyk

Der Video-Kopf-Impuls-Test (vHIT): Schritt für Schritt zur korrekten Durchführung und Auswertung


The video head impulse test (vHIT): a step-by-step guide to clinical application and interpretation of results

 

Julia Dlugaiczyk
Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie & Interdisziplinäres Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen, Universitätsspital Zürich (USZ), Universität Zürich (UZH), Zürich, Schweiz

 

Zusammenfassung: Der Video-Kopf-Impuls-Test (vHIT) stellt eine effiziente, objektive, quantifizierbare und reproduzierbare Methode zur weitgehend seitengetrennten, rezeptorspezifischen Untersuchung aller sechs Bogengänge dar. Das folgende Tutorial zeigt Ihnen Schritt für Schritt auf, wie Sie diese aussagekräftige Untersuchung sicher durchführen und die Ergebnisse korrekt auswerten. Hierzu werden die notwendigen neurophysiologischen Grundlagen erläutert, und die Durchführung der Untersuchung für die horizontalen und die vertikalen Bogengänge wird in Videos demonstriert. Anhand von typischen Befunden für uni- und bilaterale peripher-vestibuläre Unterfunktion wird dargestellt, auf welche Parameter bei der Auswertung der Testergebnisse zu achten ist und wie Artefakte identifiziert und vermieden werden können.

Stichwörter: angulärer vestibulo-okulärer Reflex (aVOR), Gain, Lidartefakte, Sakkaden, Video-Kopf-Impuls-Test (vHIT)

 

Abstract: The video head impulse test (vHIT) is an efficient, objective, quantitative and reproducible method for a largely side- and receptor-specific examination of all six semicircular canals. This tutorial will show you how to perform the test and interpret the results correctly. It covers the indispensable neurophysiological foundations of the vHIT, and illustrates its clinical application for horizontal and vertical canals in instructive videos. Examples with typical findings from uni- and bilateral vestibulopathies help the reader with interpreting the results (including the most important outcome parameters) and to identify / avoid measurement artifacts.

 

Keywords: angular vestibulo-ocular reflex (aVOR), VOR gain, lid artifacts, saccades, video head impulse test (vHIT)

 
Z Audiol 2022; 61 (2) 50–56 – Hoffmann/Westerheide

Ergebnisse der Evaluation einer berufsbegleitenden Qualifizierungsmaßnahme in der Hörfrühförderung 

 

Findings of the evaluation of an extra-occupational professional training in early intervention for children with hearing loss

 

Vanessa Hoffmann1, Markus Westerheide2  
1Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Hamburg
2Zentrum für Beratung, Inklusion & Teilhabe (BIT), Osnabrück

 

Zusammenfassung: Die Zielsetzung der vorliegenden empirischen Untersuchung ist die Evaluation einer berufsbegleitenden Qualifizierungsmaßnahme des Niedersächsischen Landesamts für Soziales, Jugend und Familie (Landessozialamt LS) in der Hörfrühförderung. Die Zufriedenheit der Absolventen mit der Qualifizierungsmaßnahme wurde mithilfe einer querschnittlich angelegten Befragung ermittelt, welche die fünf Evaluationsebenen Modulinhalte, Lernziele und Lernerfolge, Lehr- und Lernmethoden, Arbeitsformen sowie Motivation und Arbeitsumfang untersuchte. Insgesamt wurden 21 Fragebögen ausgewertet. Die deskriptive Datenauswertung spiegelt die Zufriedenheit der Teilnehmenden auf allen Ebenen wider. Folgerungen für die Weiterentwicklung und Optimierung der Qualifizierungsmaßnahme werden abgeleitet und ausgeführt.

 

Stichwörter: berufsbegleitend, Evaluation, Hörfrühförderung, Zufriedenheit

 

Abstract: The aim of this empirical study was to evaluate an extra-occupational professional training in early intervention for children with hearing loss. The satisfaction of the participants was assessed with the help of a cross-sectional survey at the five evaluation levels module contents, learning objectives and learning success, teaching and learning methods, forms of work as well as motivation and scope of work. A total of 21 questionnaires were evaluated. The data evaluation reflects the satisfaction of the participants in all areas. Conclusions for the further development and optimization of the professional training are derived and discussed.

 

Keywords: extra-occupational, evaluation, early intervention, satisfaction

 

Online-Erstveröffentlichung in GMS Z Audiol (Audiol Acoust) 2021;3:Doc06. DOI: 10.3205/zaud000018

 
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© 2022 Zeitschrift für Audiologie / Audiological Acoustics